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Die ersten drei Sekunden entscheiden über die Bewerbung.

Natürlich entscheidet niemand innerhalb von drei Sekunden über eine Bewerbung im klassischen Sinne.  Eine Studie von Google zeigt aber, dass bereits nach 50ms visuelle Eindrücke beim Betrachter entstehen. Deshalb reichen die ersten Sekunden oft aus, um zu entscheiden, ob eine Karriereseite weiter genutzt oder wieder verlassen wird.   Die Karriereseite ist für viele Bewerber der erste echte Kontakt mit einem Unternehmen. Noch bevor eine Stelle gelesen oder eine Bewerbung gestartet wird, entsteht hier ein erster Eindruck.  Und der entsteht schneller, als man denkt. Oft reicht ein kurzer Blick, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob man sich hier weiter umschaut oder nicht.  Meist ist es nicht ein einzelner Punkt, der darüber entscheidet. Es ist eher das Gesamtbild: finde ich mich sofort zurecht, verstehe ich, worum es geht, wirkt das Unternehmen greifbar oder eher austauschbar? 

Arbeitgeberpositionierung

Auf vielen Karriereseiten tauchen ähnliche Begriffe auf: innovativ, dynamisch, zukunftsorientiert.  Das sind Aussagen, die grundsätzlich positiv gemeint sind. In der Praxis helfen sie Bewerbern aber nur bedingt weiter.  Denn was genau dahinter steckt, bleibt oft offen. Innovation kann vieles bedeuten, genauso wie Dynamik oder Zukunftsorientierung.  Ohne konkrete Beispiele oder Einordnung entsteht schnell ein sehr ähnliches Bild, unabhängig davon, welches Unternehmen dahintersteht. 

Bewerbungsprozess

Ein Punkt, der oft unterschätzt wird, ist der Bewerbungsprozess selbst.  Schon kleine Hürden können hier einen Unterschied machen. Zusätzliche Logins, mehrfaches Eingeben von Daten oder unklare Schritte im Ablauf reichen manchmal aus, damit Bewerbungen nicht abgeschlossen werden.  Aus Sicht der Bewerber wirkt das schnell komplizierter, als es eigentlich sein müsste. Gerade dann, wenn die Erwartung eigentlich eine einfache und schnelle Bewerbung ist. 

Mobile Nutzung von Karriereseiten

Viele Karriereseiten werden heute zuerst mobil genutzt. Bewerber schauen unterwegs oder zwischendurch auf offene Stellen.  Wenn die Seite auf dem Smartphone nicht gut funktioniert, ist sie oft schnell wieder weg. Zu kleine Buttons, unübersichtliche Inhalte oder lange Ladezeiten wirken sich direkt aus.  Dabei geht es nicht nur um Design. Auch die Frage, wie schnell Inhalte erfasst werden können, spielt eine große Rolle. 

Authentische Einblicke in den Arbeitsalltag

Neben Stellenanzeigen und Anforderungen spielt für viele Bewerber auch der Blick in den Arbeitsalltag eine wichtige Rolle.  Wie arbeitet das Team? Wie sieht ein typischer Tag aus? Und wer sind die Menschen, mit denen man später zusammenarbeitet?  Wenn darauf keine Antworten gegeben werden, bleibt die Karriereseite schnell abstrakt. Stockfotos oder sehr allgemeine Texte ändern daran meist wenig.  Echte Einblicke in Teams oder konkrete Alltagssituationen helfen dagegen, ein realistischeres Bild zu bekommen.  Damit wird klar: Karriereseiten wirken nicht über einzelne Elemente, sondern über den Gesamteindruck. 

Für Rückfragen zum Thema Candidate Experience stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. 

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